Blog

Wann ist ein Mann ein Mann?

In den Führungsfortbildungen reden wir oft über Rollenbilder von Männlein und Weiblein. Diese Rollenbilder sind oft ein großer Faktor in unserem Stressempfinden.
 
Viele Männer sehen sich in der Not, ihre Vorstellung von „ein Mann sein“ ändern zu müssen. Warum? Weil es die Gesellschaft fordert, ihre Partnerin Ansprüche formuliert oder sie selbst sich anders aufstellen wollen. Doch so einfach ist das nicht. „Plötzlich soll ich über Gefühle reden, früher durfte ich es nicht.“ „Wenn ich nicht stark genug auftrete und meine Meinung kundtue, stellt mein Team meine Durchsetzungskraft in Frage.“
 
Was gilt denn nun? Welches Rollenbild passt auf den Mann von heute? Was gilt es von früher zu bewahren? Diese Fragen habe ich in den letzten Wochen mit einigen Männern durchleuchtet und erkenne: Es gibt keine allgemeinen Antworten. Viele Faktoren spielen herein und die Vergangenheit tritt häufiger zutage als uns lieb ist. Doch der erste Schritt – wie so oft – ist sich bewusst werden über alte Zöpfe, die wir immer noch mit uns tragen, doch uns eigentlich nicht mehr stehen.
 
Mit Men’s Coach Dominik Schneider habe ich in einem Podcast über seine Meinung und seinen Ansatz gesprochen.

Read More
Blog

Wertschätzendes Feedback als Motivations- und Stimmungsbooster

Feedback kostet nichts, bewirkt unglaublich viel und lässt sich leicht in den Arbeitsalltag integrieren. Wenn man es sauber vorbereitet und weiß, wie ein Feedback aufgebaut und gegeben wird. Und nein: Hier sind keine Mitarbeiter-Gespräche gemeint. Es geht um regelmäßige Rückmeldungen zu den Leistungen der einzelnen Mitarbeitenden oder den Teams. Diese brauchen nicht viel Zeit, sondern Bewusstsein und Präsenz – im Hier und Jetzt sein. Natürlich können Feedbacks auch digital/per Video gegeben werden. Was wichtig ist rund um das Feedback: Die Beziehung muss stimmen zwischen Feedback-Geber und Feedback-Empfänger. Wenn diese gestört ist, dann braucht es erst Beziehungspflege, denn wir hören einem Menschen nicht aufmerksam zu, wenn wir ihn nicht akzeptieren. Genauso wenig sprechen wir konstruktiv mit Menschen, die wir verurteilen und abgeschrieben haben. Das Feedback braucht also eine solide Grundlage. Wenn es regelmäßig und wertschätzend gegeben wird, steigt die Stimmung und die Motivation. Wir sind dann enger mit unseren Werten verbunden! Das wirkt sich aus auf eine neue Qualität in unseren Beziehungen (auch zu uns selbst!) 🤩 Mehr dazu gibt es in meiner neuen Podcast-Folge 281.

Read More
Blog

Empowerment – mehr Freiraum, mehr Selbstwirksamkeit und mehr Einfluss 

Im diplomatischen Dienst werden wir immer wieder mit Veränderung konfrontiert: Wir ziehen alle drei/vier Jahre in ein neues Land, in einen neuen Kulturkreis und häufig auch in eine andere Klimazone. Die Kollegen und Vorgesetzten wechseln, der Arbeitsbereich, die Landessprache, die Freizeitangebote und die sozialen Gewohnheiten im Land. Mit der anfänglichen Begeisterung für „das Neue“ wächst die Gefahr, dass wir mit zunehmendem Alter gelassener werden. Eine vierte oder fünfte Sprache passt nicht mehr ins Gehirn – oder doch? Lassen wir uns noch auf neue Bekanntschaften und Freunde ein, wo die Liste der zurückgelassenen Freunde schon so lang ist? Jeder geht mit diesen Herausforderungen anders um. Lebenskünstler, die überall das Positive sehen, tummeln sich im Auswärtigen Amt genauso wie Pessimisten, die zügig alle Nachteile der neuen Welt aufzählen können.
 
Mittlerweile stehen auch in vielen anderen Berufszweigen eine Vielzahl von Veränderungen an. Teams werden neu zusammengesetzt, Märkte verändern sich, Serviceleistungen und Produktangebote wechseln in einem rasenden Tempo. Spätestens jetzt wird es wichtig mehr über (psychologisches) Empowerment zu wissen. Warum ist es ein strategischer Schlüsselfaktor für Erfolg? Darüber spreche ich mit einem renommierten Experten: mit Daniel Funk, Agiler Berater, Trainer und Coach in der Podcastfolge 280.  

Read More
Blog

Wenn wir teilen, haben wir mehr…

… das ist nicht nur in der Liebe so, sondern auch in der Bildung und im Energiehaushalt. Entscheidend ist, welche Bilder wir im Kopf haben, wenn wir in unserem Alltag unterwegs sind. Denken wir öfters an das Lied „I don`t like Mondays“? Dann wird unser Wochenende wahrscheinlich zu kurz sein und die Arbeitswoche zu lang. Wir könnten auch anders denken: Mit jedem Arbeitstag gewinne ich neue Erfahrung, neue Energie und neue Eindrücke – ich werde reich beschenkt. Dann folgt unsere Aufmerksamkeit mit zunehmender Übung den positiven Begebenheiten. Führungskräfte, die in dieser Energie unterwegs sind, inspirieren ihre Mitarbeitenden wertschätzender und ressourcenschonender unterwegs zu sein. Ein beeindruckendes Beispiel stellt Ramona Meinzer da, geschäftsführende Gesellschafterin der Aumüller Aumatic GmbH. Sie jongliert unglaublich viele Rollen in ihrem Führungsalltag. Wie sie dabei fröhlich, humorvoll und energiegeladen bleibt, verrät sie uns in der Podcastfolge 279.

Read More
Blog

Transformation leicht gemacht

Nicht schon wieder eine Veränderung – wieder wird eine neue Sau durch das Dorf getrieben oder ist es sogar die Alte mit einem neuen Namensschild? Manche ducken sich weg, als wären sie gar nicht da, manche spielen mäßig gelaunt mit und andere steigen laut meckernd oder still in sich gekehrt aus: „Nicht mit mir“. Einige wenige sind begeistert. Der Idealzustand sieht anders aus. Da wird bereits im Vorfeld der Austausch mit allen Betroffenen gesucht. Da werden Bedürfnisse und Sorgen geklärt. Da werden Anregungen gesucht und Erfahrungen. Ganz wichtig: Es wird auch festgelegt, was bleiben darf, was gut ist.
 
„Die Welt verändert sich durch dein Vorbild, nicht durch deine Meinung.“ (Paulo Coelho)
 
Das Schöne ist: Es gibt Experten, die sich mit Veränderung auskennen. Auch wenn unser Gespräch aufgrund technischer Probleme etwas holprig ist – wir haben „die Aussetzer“ mit Humor genommen. Jenny Maertens erzählt aus Ihrer Erfahrung als Transformationsbegleiterin, Innovation Consultant und New Work Expert, was wir bei anstehenden Veränderungsprozessen beachten sollten. Hier geht es zur neuen Episode.

Read More
Blog

Das Spiel des Lebens spielen 

Als Kind und Teenager habe ich mit meiner Schwester das Spiel des Lebens an langen Winternachmittagen gespielt. Unsere Plastik-Männer lagen auf dem Spielbrett hinter der Kirche und warteten, dass wir am Stoppschild der Kirche anhielten, um zu heiraten. Damals hatten wir keine Wahl. Eine Alternative zur Hochzeit gab es nicht. Zu zweit fuhr man weiter und bekam Kinder (oder auch nicht), kaufte ein Haus (oder auch nur einen Wohnwagen) und machte eine teure Luxusfahrt (wenn man Pech hatte). Die Höhen und Tiefen eines Lebens trafen uns – wie das Leben halt so spielt. Das Ziel des Spiels war, mit viel Geld in der Millionärsvilla anzukommen. Wer lebt heute auf diese Weise? Immer weiterfahren – das Ziel fest im Blick – und bloß nicht aussetzen!
 
Mit Timm Steuber, Notarzt und Führungskräfte-Coach habe ich über ein solches Leben gesprochen, was häufig einer Jagd gleicht, weniger einem Spiel. Könnte es hilfreich sein, dass Leben als ein Spiel zu begreifen? Diese Frage beantwortet Timm in unserem Gespräch, wie so viele andere auch:
Warum Ziele nicht unbedingt gesetzt werden müssen, sogar kontraproduktiv sind.
Was wir als Führungskraft tun können, um wirkungsvoller zu sein.
Was sich Menschen kurz vor Ihrem Tod wünschen; das ist gut zu wissen, wenn das Leben noch vor uns liegt!
 
Hier geht es zu der Podcast-Episode.

Read More
Blog

ChatGPT als Haltungskiller

Abiturprüfungen werden schon mit ChatGPT gelöst (wenn es nicht aufgefallen wäre) und zahlreiche Präsentationen ohne eigene Kreativität geschrieben. In kürzester Zeit bekommen wir für alles eine Antwort – kostenlos und prompt mit Mausklick. Doch welche Kosten stecken dahinter?
 
Wenn wir mit Informationen zugeschüttet werden, braucht es eine Anleitung, welche Informationen korrekt sind, welche relevant und welche originär. Darüber gibt ChatGPT keine Auskunft. Es bedient sich unzähliger Quellen, so dass diese auch nicht mehr aufgelistet werden können. Das birgt große Gefahren. Sind wir uns derer bewusst? Wer liefert unter welchen Qualitätsansprüchen und mit welchem Gewissen das Futter für die Künstliche Intelligenz
 
Holger Volland, Digitalisierungsexperte und Vorstandsvorsitzender der brand eins Medien AG, hat in seinem Newsletter „Digitalisierung mit Rückgrat“ beschrieben, warum er sich über die Relevanz seines Jobs keine Sorgen macht. „Wir befinden uns derzeit im Wilden Westen der KI. Alle sind verzückt über die Möglichkeiten, und schon wieder macht sich niemand vorab Gedanken um die Regulierung. Kommt uns das bekannt vor? Der erste Cambridge-Analytica-Moment für GPT wird kommen, das ist sicher.“
 
Ich denke ebenso wie Holger Volland: Den qualitativ hochwertigen Journalismus brauchen wir mehr denn je. Das Sortieren, Aufbereiten und Geradestehen für den Inhalt des Geschriebenen schafft keine KI, aber der Mensch. Er hat ein Rückgrat, zumindest theoretisch. Ob er es trainiert und lebendig hält, hängt von dem eigenen Bewusstsein ab und der Fähigkeit, mutig Haltung zu zeigen. Das ist eine Qualität, die Führungskräfte brauchen, wenn sie selbstwirksam und entscheidungsfreudig andere Menschen inspirieren wollen, für nachhaltige Entwicklung zu sorgen. Mehr dazu im Podcast-Gespräch mit Holger Volland.

Read More
Blog

Drei Akuthilfe-Strategien bei extremen Rückenschmerzen

Wenn gar nichts mehr geht und das Leben nur noch aus der horizontalen Lage wahrgenommen werden kann, sinkt die Lebensfreude in den Keller. Abgesehen davon, dass für solche drastischen Ereignisse der Zeitpunkt nie passend ist (wer versorgt die Kinder, den Hund, was wird aus dem Projekt, den Mitarbeitenden im Team…), braucht es neben Organisations- und Delegationstalent auch das helfende und mitdenkende Umfeld. Dankbar kann derjenige sein, der liebende Menschen an seiner Seite hat und eine Hand gereicht bekommt. Die Schmerzen bleiben dennoch. Was hilft? Die üblichen Methoden Ruhigstellung und Schmerzmitteleinnahme sind nicht die beste Wahl. Bereits direkt nach dem Hexenschuss, Bandscheibenvorfall oder der Bandscheibenvorwölbung empfehle ich drei Strategien, um den Schaden zu begrenzen. Dazu mehr in meinem Podcast.

Read More
Blog

Runterfahren und abschalten können in unsicheren Zeiten

Das Hamsterrad dreht sich mal wieder, das Immunsystem sitzt am Boden, alles ist zu viel. Unsere Sehnsucht nach Frieden, Ruhe und Freude wird immer größer. In solchen Phasen des Lebens braucht es Stille. Einfach nur Stille. Stille. Keine Ablenkung. Ein bewusster Aufenthalt in der Natur bietet einen wunderbaren Rahmen. Unsere Biologie hat diese Weichen für uns gestellt. Hier tanken wir Energie auf. Im Wald, im Park, in den Bergen, am Meer. Am Strand von Tunis mache ich das immer mal wieder. Das funktioniert allerdings nicht automatisch. Gerade zu Beginn der Stillphase sein mögen dir tausend Gedanken durch den Kopf rasen. Dann ist das so. Beobachte sie, deine Gedanken, doch lasse sie nur vorüberziehen, beschäftige dich nicht mit ihnen. Bleibe dabei, auch wenn dir die Zeit am Anfang als „verschwendet“ vorkommt. Früher hatte ich gedacht, dass mit meiner Stillphase automatisch mein Stressgefühl verschwindet. Nein – auch hier trifft uns die Macht des Alltags. Wenn wir noch nicht geübt sind im Beobachten, dann bewerten wir uns und unsere Umgebung auch in der Stillphase. Hier am Strand von Tunis könnte ich auch die Glasscherben und den Müll im Sand verdammen. Ich könnte grübeln, warum Menschen ihren Dreck am Meer ausladen. Ich könnte mich in Gedanken verlieren, wie sehr wir unserem Planeten zusetzen… und – schwupps – wird aus meiner Stillphase eine weitere Gedankenlast. Wenn ich eine solche Tendenz zu negativen Gedankenschleifen wahrnehme, dann wird es erst recht Zeit für mich, mich achtsam hinzusetzen und zu schauen. Ich schaue auf die Natur, auf das, was gerade vor mir liegt und bewerte nicht. Es kann die Welle sein, die ankommt; es kann die kleine Muschel sein, die zwischen den Glasscherben liegt, es können die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut sein… – oder die Hundeaugen, die mich anblicken. In dieser Podcast-Episode erfährst du, hörst und siehst du mehr.

Read More
Blog

Hühnersuppe für die Seele und das Wohlbefinden


Jack Canfield hat einen Bestseller-Hit gelandet mit der Veröffentlichung von berührenden wahren Geschichten. Konrad Kaspar Knops hat nicht nur eine beeindruckende Unternehmensstory zu erzählen, er bietet auch Knochenbrühen an. Seine Firma BROX stellt nach den Prinzipien von Slowfood Kraftbrühen her, die reich an Kollagenen und Gelatine sind. Ein Schatz für unsere Gesundheit. Gerade wenn wir krank sind, stellen wir uns nicht stundenlang an den Herd; abgesehen davon, dass es nicht so einfach ist, die wertvollen Zutaten zu finden. Eine Alternative ist der Vorrat von BROX Brühen. Wer sich mit dem Thema näher beschäftigt, kann auf die Idee kommen, regelmäßig zu den Brühen zu greifen. Ist es ein „Game-Changer“ in Sachen Gesundheit, der nicht nur gut schmeckt, sondern den Körper auch mit essenziellen Nährstoffen versorgt? Das darf jeder selbst ausprobieren!
 
Die Geschichte hinter der Bone Brox GmbH ist auf jeden Fall exemplarisch: Konrad Kaspar Knops zeigt, wie sich eine gesundheitsfördernde Führungskompetenz auszahlt. Mehr dazu in meiner neuen Podcast-Episode.
 

Read More
Blog

Ein Ort der Glückseligkeit

1996 wanderte ich für einige Tage im schönen Oberallgäu, was mir lebhaft in Erinnerung geblieben ist. Warum? Weil ich im Hotel Hubertus gewohnt habe, das mir damals wie ein kleines Juwel vorkam. Begeistert war ich von vielen Dingen: Von der Atmosphäre im Hotel,
von der Küche des Hotels, von den kleinen Aufmerksamkeiten, die es an jeder Ecke für den achtsamen Gast gab. Es wirkte alles sehr liebevoll, durchdacht und service-orientiert. Es gab ein wunderbares Frühstücksbuffet, das sehr gesund ausgerichtet war; ein fantasievolles Abendmenü mit Köstlichkeiten aus der Region. Regional und biologisch war es; etwas, das zu der damaligen Zeit nicht selbstverständlich und schon gar nicht „en Vogue“ war. Karl Traubel, Eigentümer und Geschäftsführer des Hotels, kümmerte sich um alle Gäste und lud zu Wanderungen und Aktivitäten ein. Damals erzählte er mir von seiner Idee, einen Spa-Bereich aufzubauen, mit einem ganzheitlichen Konzept. Es klang verlockend!

26 Jahre später suche ich nach einer schönen Bleibe für unseren Schnee-Urlaub. Ich erinnere mich an den Namen Hubertus und finde nicht nur das Hotel im neuen Glanz sondern auch seinen Traum in die Realität umgesetzt. Ein Hotel zum Verbleiben. Eine Gastgeber-Familie zum Verlieben. Ein Spa zum Staunen (auf jeder Etage). Menschen, denen man gerne begegnet (ob Gäste oder Mitarbeiter). Wenn das nicht Führungskompetenz ist! <img draggable=<img draggable=<img draggable=<img draggable=<img draggable=

Wer nun Lust hat, seine Seele baumeln zu lassen —> auf nach Balderschwang. Wer Lust hat einen tieferen Einblick in das Dasein als Hotelier zu bekommen —> auf zur neuen Episode meines Podcasts. Karl Traubel gibt erste Einblicke in die Geschichte des Hotels und in seine besondere Art, präsent zu sein. Ich hoffe, die Bilder auf Youtube vermitteln den nachhaltigen Eindruck unserer Wohlfühl-Tage!

Read More
Blog

In die eigene Kraft kommen

Wie sehr sind wir durch das bestimmt, was im Außen passiert? Keiner gibt es gerne zu, doch viele reagieren auf äußere Reize und verpassen dabei die Chance, proaktiv das Zukünftige zu gestalten. Ist das überhaupt (noch) möglich – wie soll das gehen? Drei kleine Schritte mache ich, um in meine eigene Kraft zu kommen:

  • Den Informationsfluss von außen reduziere ich auf ein für mich gesundes Maß. Da ich „informiert“ bleiben will, wähle ich das Medium sehr bewusst aus, ebenso die Zeit, die ich dafür einsetze.
  • Ich beobachte mit großem Interesse nicht nur, was „draußen“ passiert, sondern auch was „drinnen“ passiert – in mir. Mit meinen Gefühlen und Gedanken kann ich arbeiten; ich kann sie verändern. Bei anderen gelingt es mir nicht so gut… 😉
  • Ganz bewusst nehme ich mir Zeit, um mir zu überlegen, in welche Richtung ich steuern möchte. Was will ich schaffen erreichen, erleben? Dabei denke ich nicht nur nach, sondern fühle in mich rein (in meinen Körper). Diese beiden Ebenen sind ein gutes Team geworden und schaffen eine bessere Grundlage für mich, als wäre ich nur auf einem Kanal unterwegs.

Mit Moritz Küffner, Kommunikationswissenschaftler und Kooperationsforscher, habe ich mich lange unterhalten – auch über dieses Thema. Einen Ausschnitt unseres Gesprächs kannst Du als Podcast hören oder als Video sehen.

Read More
Blog

Wahrnehmen und Fühlen trainieren

„Ich fühle da nichts“, wird mir öfters gesagt. Das ist traurig, wenn ich die Menschen nach ihrem Körpergefühl frage. Eine große Leere sei da – eben nichts. Doch wenn ich ein wenig weiterfrage: „Wie fühlt sich das Nichts an – eher kalt oder warm? Ist es eher dunkel oder hell?“ – dann kommen nach und nach Antworten hoch. Mir scheint es, als wäre jemand in einen dunklen, unbewohnten Körper hinabgestiegen und hätte ein Streichholz aufbrennen lassen. Nun gilt es, die Lampe anzuzünden. So entsteht Licht im Dunklen. Das Nichts wird heller und greifbarer. Manch einer ist verwundert, wie reich der innere Raum gefüllt ist an Gefühlen und Bildern. Manch einer traut sich gar nicht, Licht zu machen, weil er ein emotionales Desaster befürchtet. „Wenn ich erst einmal den Deckel anhebe und schaue, was im Topf alles so aufgelaufen ist, dann fliegt mir der Kessel um die Ohren.“ Gewünscht wird dann, das Licht erst gar nicht anzumachen, doch das ist für das Ziel einer gesundheitsfördernden Führung keine Option. Gefühle und Emotionen sind da, ob wir wollen oder nicht. Insofern besser in diesem Feld aufräumen, als zu hoffen, dass das Chaos bis zum Lebensende verborgen bleibt. Diese Strategie führt in eine Sackgasse. Deshalb ermutige ich jeden, der mit sich selbst und mit anderen gesünder umgehen will, in seine Gefühlswelt abzutauchen und aufzuräumen. Es lohnt sich. Es macht uns menschlicher, ausgeglichener und widerstandsfähiger; ganz davon abgesehen, dass wir dann klügere Entscheidungen treffen. Mehr zu dem Thema in meiner neuen Podcast-Folge.
 

Read More
Blog

Ausstieg aus der Leistungsfalle

Schenke mir mehr Gelassenheit… – wer will sie nicht? So viele Menschen wünschen sich gerade, weniger im Hamsterrad der Leistungsoptimierung zu drehen. Weniger zu arbeiten. Mehr Zeit zum Durchatmen zu haben. Wie kann das erreicht werden? In erster Linie geht es darum, sich selber zu verstehen. Was treibt mich an? Was hält mich davon ab, in Ruhe zu kommen? Einige Menschen erkennen, dass sie glauben, nur durch Leistung geliebt zu werden: „Solange ich gute Noten nach Hause brachte und die hoch gesteckten Ziele meiner Eltern erreichte, war der Familienfrieden gesichert. Wenn ich nicht ablieferte, wurde ich ignoriert. Kann mich das geprägt haben?“ Andere Menschen können nicht zurückstecken, weil sie in der Perfektionismus-Falle sitzen. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Der Anspruch, perfekt zu sein, kann ein Schutz sein, um Fehler zu vermeiden. Es kann eine Verschiebung der Wertskala sein, in der Perfektionismus zum Wert an sich mutiert. Je deutlicher der Einzelne sich selber in seinen Mustern erkennt, desto klarer wird der Weg aus den „undienlichen“ Prägungen. Verstehe ich diese Zusammenhänge bin ich einen großen Schritt weiter, mein Verhalten wirklich zu ändern. Ein weiterer fehlt noch: Den Sinn zu finden, wofür es sich lohnt, die Veränderung auf den Weg zu bringen. Mehr zu diesem Thema in meiner neuen Podcast-Folge.

Read More
Blog

Veränderung

Bei diesem Wort bekommen einige Menschen ein ungutes Gefühl. Andere klatschen in die Hände und freuen sich. Sicher hat es etwas mit der Vergangenheit zu tun, wie wir Veränderung erlebt haben.
 
Im diplomatischen Dienst ziehen wir in der Regel alle drei bis vier Jahre um. Da gehört die Veränderung zum Arbeitsalltag, denn mit jeder Versetzung wird nicht nur das Land und meistens auch der Kulturkreis gewechselt, sondern auch Freunde, Nachbarn, Kollegen und der Arbeitsbereich. War man vorher für Wirtschaft zuständig, kann der nächste Aufgabenbereich Politik heißen. Ach ja, die Sprache (die Schrift) vor Ort mag auch eine ganz andere sein.
 
In anderen Berufsgruppen gibt es eine ähnliche Notwendigkeit, sich zu verändern und sich neu einzugliedern. Letztendlich verändern wir uns alle, nur wie schnell, wie offensichtlich, wie gerne? Ich wage die These, dass wir unsere Veränderung bewusst gestalten können. Sobald wir vor Augen haben, was wir erreichen, wer wir sein wollen, können wir die Weichen setzen und unser Ziel ansteuern. Dafür müssen wir den genauen Weg noch nicht einmal kennen. Unser Autopilot steuert uns öfters, als uns bewusst ist, zum Ziel, sobald es wenigstens einmal visualisiert und das Erreichen des Ziels erlebt wurde. Das kann ein magischer Moment sein!
 
Tun wir das nicht, sondern „schauen wir mal, was kommt“, dann mag uns das Ergebnis möglicherweise nicht gefallen. Schuld sind dann die Umstände, der Partner, der Vorgesetzte, unsere Vergangenheit. Der Gedanke, dass wir es selbst versäumt haben, unsere Chance zu nutzen, kommt meistens nicht von allein. Dafür braucht es Außenstehende, die uns unbequeme Fragen stellen und den blinden Fleck beschreiben, den wir nicht sehen.
 
Veränderung ist schön, erst recht, wenn wir sie mitgestalten! Mehr dazu in meinem Podcast.

Read More