Aktueller Blogbeitrag

1. September 2022

Bei diesem Wort bekommen einige Menschen ein ungutes Gefühl. Andere klatschen in die Hände und freuen sich. Sicher hat es etwas mit der Vergangenheit zu tun, wie wir Veränderung erlebt haben.
 
Im diplomatischen Dienst ziehen wir in der Regel alle drei bis vier Jahre um. Da gehört die Veränderung zum Arbeitsalltag, denn mit jeder Versetzung wird nicht nur das Land und meistens auch der Kulturkreis gewechselt, sondern auch Freunde, Nachbarn, Kollegen und der Arbeitsbereich. War man vorher für Wirtschaft zuständig, kann der nächste Aufgabenbereich Politik heißen. Ach ja, die Sprache (die Schrift) vor Ort mag auch eine ganz andere sein.
 
In anderen Berufsgruppen gibt es eine ähnliche Notwendigkeit, sich zu verändern und sich neu einzugliedern. Letztendlich verändern wir uns alle, nur wie schnell, wie offensichtlich, wie gerne? Ich wage die These, dass wir unsere Veränderung bewusst gestalten können. Sobald wir vor Augen haben, was wir erreichen, wer wir sein wollen, können wir die Weichen setzen und unser Ziel ansteuern. Dafür müssen wir den genauen Weg noch nicht einmal kennen. Unser Autopilot steuert uns öfters, als uns bewusst ist, zum Ziel, sobald es wenigstens einmal visualisiert und das Erreichen des Ziels erlebt wurde. Das kann ein magischer Moment sein!
 
Tun wir das nicht, sondern „schauen wir mal, was kommt“, dann mag uns das Ergebnis möglicherweise nicht gefallen. Schuld sind dann die Umstände, der Partner, der Vorgesetzte, unsere Vergangenheit. Der Gedanke, dass wir es selbst versäumt haben, unsere Chance zu nutzen, kommt meistens nicht von allein. Dafür braucht es Außenstehende, die uns unbequeme Fragen stellen und den blinden Fleck beschreiben, den wir nicht sehen.
 
Veränderung ist schön, erst recht, wenn wir sie mitgestalten! Mehr dazu in meinem Podcast.

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