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Stark sein

Mit meiner Schwester war ich 10 Tage im Norden Tunesiens unterwegs – URLAUB!! Auf der Reise waren wir überrascht: Premiere! Wir mussten erst unsere zweite Lebenshälfte erreichen, um zu zweit (ohne Eltern, ohne unsere Partner, ohne unsere Kinder) in Urlaub zu fahren. Wie die Schneeköniginnen haben wir uns gefreut und wie in alten Zeiten ABBA-Lieder gehört. Nun verstehen wir auch, was mit „The winner takes it all“ gemeint ist.

Fasziniert lagen wir abends nebeneinander im Bett und bemerkten: Unsere gemeinsame Zeit ist gar nicht anstrengend. Alles fühlt sich so völlig normal und bekannt und harmonisch an, als wären wir mit uns selbst unterwegs. Allein und doch zu zweit. Liegt es an unsere gemeinsam erlebte, glückliche Kindheit? An der Unbeschwertheit unserer Kindheit? Werden wir in „alte“ Zustände versetzt? Wir haben diese Tage auf jeden Fall genossen und festgestellt, wieviel Kraft uns diese Auszeit gibt. Wenn wir uns gesund aufstellen und stärken wollen, lohnt es sich, unsere Familie als Kraftquelle zu nutzen – sofern unsere Geschichte und unser Veränderungswille es zulässt.

Mehr dazu in meiner Podcast-Episode 248

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Die Mail-Flut eindämmen

Zurzeit habe ich 6500 ungelesene Mails in meinem Postfach. Anfang des Jahres hatte ich dort eigentlich aufgeräumt. Der Tag ist zu kurz, die Mail-Flut zu groß. Wer kennt das nicht?

Mir wird häufig die Frage gestellt, wie dieser Druck abgebaut werden kann. Nicht nur an normalen Arbeitstagen ist diese Flut nicht zu schaffen, auch an Wochenenden wird das Postfach immer voller – ganz zu schweigen von Urlaubstagen. Es rächt sich, wenn nicht ständig, in die Mails reingeschaut und durchgefegt wird, so die weit verbreitete Meinung. Wie reagiere ich als Führungskraft, wenn mein Team in der Flut versinkt?

Es gibt viele Möglichkeiten zu reagieren. Grundsätzlich plädiere ich an erster Stelle für die Überprüfung der Sinnhaftigkeit, unabhängig von der Strategie, die ich anschließend auswähle. Was macht für uns als Team, als Abteilung Sinn? Welche Werte sind uns wichtig und wie kann ich diese nach innen ins Team/in die Organisation und nach außen zu Klienten/Kunden kommunizieren. Letztendlich sitzen wir alle im gleichen Boot. Wir sind alle genervt, angesichts der Mail-Flut. Insofern werden wir sicher auch Verständnis haben, wenn wir eine automatische Antwort auf unsere gesendete Mail bekommen mit dem Hinweis: „Danke für Ihre Mail, sie uns bei uns angekommen und wir kümmern uns darum.“ Schön wäre noch eine Zeitangabe, wann ich mit einer Bearbeitung/Antwort rechnen kann. Dann heißt es Geduld üben, denn wer von uns erwartet nicht innerhalb des gleichen Tages eine Antwort…? ????

Mehr zu diesem Thema in meinem Podcast 247

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Führen auf Distanz

Mit großen Schritten nähern wir uns wieder dem Home Office. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen nimmt der Druck zu, die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Die Sorge ist groß. Die letzten Monate waren schon schwer und nun? 

In meinen Seminaren fragen Führungskräfte, wie Sie die Führung auf Distanz gut meistern können. Natürlich gibt es keine Standard Antwort – hier spielen viele Faktoren eine Rolle: Größe des Teams, Bekanntheitsgrad der Teammitglieder und Führungskräfte (einige Vorgesetzte und Mitarbeitende kennen ihre Teams nur aus der virtuellen Zusammenarbeit!), Unternehmenskultur, Diversity…

Dennoch gibt es einige Empfehlungen, die allgemein greifen können. Da spontane Begegnungen entfallen (in der Kantine, auf dem Flur, in der Teeküche…) braucht es eine bewusste und gesteuerte Kommunikation – mehr denn je. Gerade in diesen Zeiten ist die emotionale Bindung untereinander zu einem entscheidenden Faktor für Erfolg und Zufriedenheit im Arbeitskontext geworden. Fühle ich mich alleine, zurückgelassen und „nicht eingebunden“ oder spüren wir im Team auch bei getrennten Räumlichkeiten einen Geist der Verbundenheit? Dafür braucht es ein gemeinsames Ziel, auf das sich alle einigen, dem sich alle verpflichtet fühlen. Die Führungskraft stellt zum Beispiel fest, dass viel zu viel gearbeitet wurde. Teammitglieder streichen schon seit längerer Zeit Pausen, um das stetig wachsende Arbeitsvolumen abzuarbeiten. Das wird auf diese Weise nicht gut gehen und so zieht sie im Bewusstsein der Fürsorgepflicht die Reißleine. Es werden gemeinsam mit dem Team klare Prioritäten gesetzt, was die kommende Woche geschafft werden kann (zu normalen Arbeitszeiten) – und vereinbart mit allen Beteiligten – auch mit sich selber – , jeden Tag Pausen zu machen. Jedes Team Mitglied stellt dafür seinen eigenen Plan auf. Gemeinsam wird sich in einer virtuellen Teamrunde versichert, die aufgeschriebenen Ziele zu erreichen. Am Ende der Woche gibt es ein gemeinsames Feedback in großer Runde: Was wurde erlebt – wie fühlen wir uns jetzt – was kann noch verbessert werden. 

Mit einem solchen commitment für ein gemeinsames Anliegen wird Schritt für Schritt Vertrauen aufgebaut – in die Führung, die sich mitverpflichtet, und in die Eigenverantwortung. Ebenso können „Fehler“ besprochen werden und der Umgang mit nicht erreichten Zielen. Gleichzeitig werden Erfolge gemeinsam gefeiert. So kann Führungsverantwortung aus der Ferne gelebt werden. Weitere Impulse zum Führen auf Distanz in meiner Podcast Folge 246.

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RESPEKT

Wir wünschen uns alle respektvoll behandelt zu werden – doch wie kommt es dazu? Verdienen wir uns Respekt oder steht er per se jedem Menschen zu?
Wenn wir uns darauf einigen können, dass Respekt eine anerkennende Berücksichtigung des Wertes eines Menschen ist, dann haben wir ihn alle verdient. Wir nehmen den Menschen in seiner Einmaligkeit an und gehen davon aus, dass er wertvoll ist.

Darüber hinaus können wir Respekt zeigen, wenn jemand durch Leistung etwas Besonderes erreicht hat. In der Wissenschaft sprechen wir dann von „vertikalem Respekt“, während der Wert per Geburt den „horizontalen“ Respekt beschreibt.

Wir erreichen eine respektvolle Haltung, in dem wir wertschätzen. Wertschätzung ist ein oft gebrauchter Begriff, doch in den Trainings erlebe ich, dass sich die Teilnehmer schwertun, passende Werte zu finden. Wenn ich frage: Was könnten Sie außer „Danke“ ihrem Gegenüber sagen, um ihm ihre Wertschätzung zu zeigen, dann ist häufig Stille. Die Überlegung, welchen Wert mein Gegenüber durch sein Handeln bei mir erfüllt hat, braucht zuweilen Zeit. Ich darf dann tiefer in mich reinhorchen. Wir sind es nicht gewohnt, auf dieser Werte- Ebene miteinander zu sprechen.

Mehr zu diesem Thema gibt es in meiner Podcast Episode 245.

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New Work Bullshit

Viele Menschen können das Wort „agil“ schon nicht mehr hören. „New Work“ scheint nicht wirklich neu zu sein – eher alte Kleider neu verpackt. Brauchen wir diese Ansätze, „neue Methoden“? Was braucht es, um von „Old Work“ zu „New Work“ zu finden – und zwar nachhaltig?

Für agile Coaches und Trainer ist es keine Frage: Open Desk Büros, agile Teams und Coworking bieten eine besondere Veränderungskraft, solange das Mindset der Beteiligten entsprechend vorbereitet ist. Es könnte ein Weg sein weg von eingefahrenen Hierarchien, hin zu einer mitarbeiterorientierten Führung und zu einer besonderen Eigenverantwortung.

Carlos Frischmuth

Carlos Frischmuth, leitender Manager im Personaldienstleistungskonzern Hays AG, hat sich mit diesem Thema kritisch auseinandergesetzt und dazu ein Buch veröffentlicht: „New Work Bullshit“. In meinem Podcast spreche ich mit ihm über seine Erfahrungen und Einschätzungen (Episode 244).

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Dem Problem Urlaub geben

Ist es möglich, ein Problem zu lösen, ohne es zu analysieren? Wäre es sogar möglich, es in den Urlaub zu schicken? Damit ist nicht gemeint, das Problem zu ignorieren oder so zu tun, als wäre es nicht mehr da. Es ist da und es hat seine Berechtigung. Nichtsdestotrotz widmen wir uns mit unserer Aufmerksamkeit auf das Ziel oder zumindest auf den nächsten Schritt (für den Fall, dass wir das Ziel noch nicht erkennen können).

Um dieses Kunststück zu meistern, brauchen wir einen lösungsorientierten Ansatz. Klar strukturierte Fragen unterstützen uns, bereits vorhandene Ressourcen zu erinnern und einen Blick für das Gute zu entwickeln (eine Leistung, die wir im Problemfocus selten bringen). In meinem Podcast, Episode 243, spreche ich über diese Lösungsorientierung.

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Chronische Schmerzen in den Urlaub schicken

Wir kennen Sie alle: Schmerzen, die kaum noch auszuhalten sind und uns den Alltag vermiesen. Die Hoffnung, dass bald alles vorbei ist, nimmt mit der Dauer der Schmerzen zu. Kurzfristig mögen Schmerzmittel helfen – doch auch diese verträgt nicht jeder, langfristig dürfen wir überlegen, ob wir nicht doch besser genau hinschauen. Während manche Menschen ewige Schleifen bei Experten drehen bis endlich klar ist, was die Ursache der Schmerzen ist, empfehle ich eine einfache Übung für jeden Tag:

Achtsam seine Aufmerksamkeit durch den Körper lenken. Wie fühlt sich der dicke Zeh an, welche Empfindung spüre ich im unteren linken Bein, welche im rechten?

Ein solcher Bodyscan ist Bestandteil des MBSR-Programms (Mindful Based Stress Reduction), ein Achtsamkeitstraining, aufgestellt durch Jon Kabat-Zinn. Er hat sich auf diese Weise von seinen eigenen chronischen Schmerzen befreien können. Die geführte Anleitung dauert ca. 30-40 Minuten. Sie hilft festzustellen, dass der Körper mehr ist als ein Schmerzkörper. Meistens lässt auch die Anspannung nach, die wir alle im Schmerz erleben.

Es mag überraschen, dass die Aufmerksamkeit hilft, weniger Schmerzen zu spüren, neigen wir doch alle dazu, den Schmerz nicht zu beachten, am besten diesen zu ignorieren oder sich abzulenken. Diese Achtsamkeits-Strategie zielt in die andere Richtung: Wir akzeptieren den Schmerz als einen Teil von unserem jetzigen Dasein. Wir integrieren ihn in unser Ganzheitsgefühl. Skeptisch? Kein Problem. Nicht nachdanken, sondern ausprobieren und am eigenen Körper erfahren, was wahrnehmbar ist.

Zur Podcast Episode 242 

 

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Wo fange ich an, wenn ich „gesünder“ werden will?

Manchmal stehen wir wirklich vor dieser Frage. Wir wissen, was nicht gut läuft. Wir fühlen uns nicht wohl; mal geht es besser, mal schlechter. Doch insgesamt gesehen wünschen wir uns mehr Zufriedenheit und Zuversicht. Es fehlt uns die innere Ruhe und erst recht, die Aussicht, dass es besser wird und wir zu unserer Kraft und unserer Motivation zurückfinden können.

Was ist der erste Schritt? Wo schaue ich hin und welchen Bezug finde ich zu meinen vielen anderen „Baustellen“? Genau für diese Fragen biete ich in regelmäßigen Abständen einen Workshop an, in dem wir innerhalb einer kleinen Gruppe von maximal sechs Teilnehmern, die Parameter für ein stimmiges Wohlgefühl besprechen (Grundlage ist das Salutogenese Modell von Aaron Antonovsky). Jeder Teilnehmer baut an diesem Tag sein persönliches Gesundheitshaus. Eigene Ressourcen, Fähigkeiten, Werte und Rollenbilder werden dabei deutlich sichtbar. Genau hier liegt die Besonderheit des Ansatzes: Es werden alle Ebenen einbezogen: Die Handlungsebene, die Verständnisebene und die Sinnhaftigkeit. Viele Ideen zur Gesundheitsförderung bleiben auf die Handlungsebene beschränkt. Dann fehlt es an einer anhaltenden Motivation und häufig auch an einer nötigen Kohärenz.

Wenn Sie neugierig sind, was das genau bedeutet und Sie Ihre Selbstführung optimieren wollen, dann melden Sie sich zum Reinschnuppern in das Thema zum kostenlosen Webinar an, das am 18. Oktober 2021 um 18 Uhr (MESZ) stattfinden wird.

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Machen Sie Stress zu Ihrem Freund

Für den Fall, dass Sie (noch) Stress vermeiden wollen, hier einige Impulse:

  1. Es ist nicht egal, wie Sie über Stress denken. Laut einer Studie von Kelly McGonigal entscheiden Sie mit Ihrer Einstellung über den Schaden, den ein Stresszustand in Ihrem Körper anrichten kann. Studien-Teilnehmer, die lernten, ihre Reaktion auf Stress als ihrer Leistung zuträglich zu bewerten, waren weniger gestresst und weniger ängstlich. Ihre Blutgefäße blieben in herausfordernden Situationen entspannt. Bei einer typischen Reaktion des Körpers auf Stress erhöht sich normalerweise die Herzfrequenz, die Adern ziehen sich zusammen. Bei chronischem Stress kann das zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Insofern lohnt es sich, die eigene Perspektive auf Stress zu verändern: Stress führt zu einer Aktivierung Ihres Systems, er hält Sie fit und hilft Ihnen, sich an eine veränderte Umwelt anzupassen. Ein klarer Vorteil!
  2. Im Stresszustand schüttet ihr Körper nicht nur Adrenalin, Cortisol und Endorphine aus, sondern auch Oxytocin. Es sorgt dafür, dass Sie sich mitteilen und Unterstützung suchen. Damit sichert es ein soziales Miteinander. In Notzeiten rücken wir näher zusammen – wunderbar! Oxytocin wirkt darüberhinaus als natürlicher Entzündungshemmer und schützt so vor Schäden im Körper. 
  3. Nach einer Stresssituation braucht es eine entsprechende Entspannungsphase. Es ist geradezu absurd, dass wir in stressigen Zeiten Pausen weglassen, um die Arbeit zu erledigen. Gerade in angespannten Zeiten brauchen wir diese Auszeiten um so mehr! Ganz nach dem Motto: Wenn du es eilig hast, dann gehe langsamer.
  4. Überprüfen Sie, ob Sie in der aktuellen Situation wirklich Stress haben oder ob dieser Stress erst dadurch aktiv wird, dass Sie ihren Blick in die Vergangenheit oder Zukunft abschweifen lassen. Das wäre eine reine Ressourcenverschwendung. Die gesamte Aktivierung ihrer Energie würde verpuffen – schließlich können Sie die Vergangenheit nicht mehr ändern und die Zukunft noch nicht gestalten. Aktiv sein und gestalten können Sie nur jetzt in diesem Augenblick. Also gehen Sie sorgsam mit Ihrer Energie um!

Dazu mehr in meiner Podcast-Folge vom 7. Oktober 2021:

Episode 240 „Ressourcen verschwenden“

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Veränderungsprozesse

Schon bei dem Wort „Change Management“ schüttelt es viele Menschen. Sie können es nicht mehr hören. Den ständigen Veränderungswahn halten sie für völligen Unsinn. Das mag sein. Alles in Maßen. Doch manchmal gibt es dringenden Bedarf, etwas zu verändern. Vielleicht, wenn wir mehr für unsere Gesundheit tun müssen – die Signale sind nicht mehr zu ignorieren. :-/  Je nach Geschichte entsteht manchmal der Eindruck, man müsse sich völlig neu erfinden, da bisher kaum etwas auf das Gesundheits-Konto eingezahlt wurde: Ernährung miserabel (“Junk Food“), Bewegung gleich Null, Entspannung vor dem Fernseher („Coach Potato“). Die Hürde ist dann hoch gesetzt, der Schweinehund mutiert zum Riesen und die eigene Motivation hat sich versteckt.

Ich empfehle, folgende vier Punkte zu beachten:

  1. Zunächst bitte den Bestand sichern: Was ist bereits gut? Was habe ich bisher im Bereich Gesundheit erreicht? Was sind meine persönlichen Antreiber? Oft werden im Veränderungswahn gute Ressourcen über Board geworfen und bisher Erreichtes nicht wertgeschätzt. Das wäre schade!
  2. In der Analyse bitte die gesamte Situation einschätzen: Wo stehe ich gerade? Welche Emotionen zeigen sich? Fühle ich mich überfordert? Wer hilft mir, wer schadet? Das house of Change kann hier wertvolle Dienste leisten.
  3. Bei der strategischen Planung bitte die eigene Vision erleben: Sehe ich bereits das erreichte Ziel? Kann ich mich einfühlen, wie es sein wird, wenn ich das Ziel erreicht habe? Weiß ich, wofür es gut sein wird? Mögliche Hindernisse sollten gleich mitbedacht und entsprechende Lösungen eingeplant werden.
  4. Bitte die Nachhaltigkeit sichern: Woran messe ich den Erfolg? Was sind die Meilensteine? Gibt es eine Feedbackschleife zur Revision des Prozesses? Kein Veränderungsprozess wird die erwünschte Zufriedenheit sichern, wenn nicht klare Kriterien zur Evaluation definiert worden sind. Um auch in schweren Zeiten durchzuhalten, ist das Feiern der kleinen Erfolge unverzichtbar!
    Ich starte in dieser Woche einen eigenen, sehr persönlichen Veränderungsprozess. Für mich wird das eine sehr große Herausforderung sein. 

Dazu mehr in meiner Podcast-Folge vom 30. September 2021:
Episode 239 „Ich oute mich“

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Selbstsabotage – halten wir zu viel Glück nicht aus?

Es ist oft erstaunlich, wie viele innere Ängste wir mit uns tragen, ohne sie wirklich bewusst wahrzunehmen. Menschen haben oft eine unbewusste „innere Thermostat-Einstellung“ für Glück, Erfolg oder Wohlbefinden. Wird dieser Sollwert überschritten, setzt Selbstsabotage ein: Streit, Aufschieben, Schuldgefühle, Krankheit oder Perfektionismus.
Glück und Leichtigkeit können innere Ängste triggern: „Darf ich es mir erlauben?“ – „Habe ich es verdient?“ – „Was, wenn es wieder verloren geht?“ Statt Freude zuzulassen, erzeugen wir Probleme, um ins gewohnte Stressniveau zurückzufallen. Unser Nervensystem ist auf Homeostase ausgerichtet. Anhaltend hohe positive Erregung kann für ein überlastetes System genauso ungewohnt sein wie Stress. Das autonome Nervensystem reguliert dann zurück – auch durch unbewusste Selbstsabotage.

Ein wichtiger erster Schritt ist es, sich dieser unbewussten Blockaden überhaupt bewusst zu werden. Dazu kann man beispielsweise mit einfachen Reflexionsübungen oder Journaling beginnen, um die eigenen Gedanken und Gefühle festzuhalten. Ein nächster konkreter Schritt ist, sich inspirierende Quellen wie Bücher oder Seminare zu suchen, die dabei helfen, diese Ängste zu identifizieren und loszulassen. So kann man Schritt für Schritt zu einem neuen Level an Selbstwirksamkeit gelangen, indem man lernt, die eigenen inneren Barrieren bewusst anzugehen und nach und nach zu überwinden. Mehr dazu in meiner neuen Podcast-Folge 303: Entfessle deine innere Kraft 

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